Hauptmenü

Und da war da noch der Antrag aus der Bürgerversammlung vom 04.04.2013

Auf der Tagesordnung in der Stadtratsitzung vom 09.07.2013, Frist dafür sind maximal drei Monate, steht in der Bayerischen Gemeindeordnung. Aber bei der Arbeitsgeschwindigkeit der Verwaltung in Bad Reichenhall, wundert es ja eh, dass das noch vor dem Winter behandelt wurde.
Der Antrag lautete:

Die Stadt Bad Reichenhall ersucht den Bundesverkehrsminister, mit seinem österreichischen Amtskollegen noch in 2013 in Verhandlungen zu treten, um die vignettenfreie Nutzung der A 10 von der Grenze Schwarzbach bis zur Ausfahrt Grödig zu verhandeln.

Und was ist an diesem Antrag so schwierig, dass er erst nach mehr als drei Monaten behandelt werden kann?

Und dann die Diskussion, die im Reichenhaller Tagblatt zu lesen war! War das eine Jux-Veranstaltung, verspäteter Fasching?

Der Stadtrat Hans Hartmann meint, das wäre ein populistischer Antrag, ja warum denn? Hat er das vielleicht auch erklärt? Hartmann warnt seine Ratskollegen, dass "2.500 potentielle Kunden über Grödig an Bad Reichenhall vorbei nach Berchtesgaden geschickt" würden. "Sollen wir diesen Kaufkraftabfluss auch noch fördern?"

Ja wie denn nun? Ist im Tunnel an Bad Reichenhall vorbei etwas anderes, als auf der Autobahn vorbei? Steht der Herr Hartmann dann am Knoten Mitte, und seine Frau am Gablerknoten, und fragt die einzelnen Autofahrer, ob sie nicht doch noch in Bad Reichenhall einkaufen wollten? Oder war das mit dem Tunnel sowieso eine Schnapside? Und das mit dem Ratsbegehren erst recht? Warum sollte sich der BMVBS in Verhandlungen mit seinem österreichischen Kollegen blamieren?

Blamiert bis auf die Knochen haben sich doch wieder einmal die Stadträte, die diesen sinnlosen Bürgerentscheid durchgedrückt haben! Der Lächerlichkeit preisgegeben hat sich der Stadtrat, als er das Ratsbegehren beschlossen hatte, nicht wenn sie jetzt diesem Antrag zustimmen. Wenn der BMVBS oft keine glückliche Hand bei Verhandlungen zeigt, kann man ja sicher einen kompetenten Staatssekretär schicken.

Und der Stadtrat Huber ist gegen das Florianiprinzip! Ja schön, die FWG in Reichenhall ist der Meinung, dass die Stadt Bad Reichenhall eine weitere Umgehung braucht, und die Gemeinde Bayerisch Gmain dafür die Lasten zu tragen hat.

Und das Florianiprinzip?

Vergessen? oder doch nicht so ernst gemeint? Das sind doch wirklich die allerdümmsten Begründungen, seit es eine Kirchholztunnelplanung gibt!

 

Die groß aufgebauschte Feinstaub-Angelegenheit hat sich erledigt?

Jedenfalls ist davon nichts mehr zu hören. Nach dem Bürgerentscheid ist es ruhig geworden um die Messungen, bei denen angeblich die Grenzwerte erheblich überschritten wurden. Auch die Stadt Bad Reichenhall sieht anscheinend derzeit keinen Bedarf, hier etwas zu unternehmen. Die Mail der Interessengemeinschaft, und der darauf folgende Brief wurden von OB Dr. Lackner bis heute nicht beantwortet. Aber es sind ja erst drei Monate vergangen, wie man hört, liegen im Schreibtisch des OB andere Dinge noch viel länger herum. Man kann ja nicht alles in einer Wahlperiode erledigen, oder?

Der Feinstaub, der Feinstaub, ja wo läuft er denn? 

Jedenfalls hat das staatliche Bauamt in Traunstein ein Institut beauftragt, für das Planfeststellungsverfahren OU Bad Reichenhall mit Stadtberg- und Kirchholztunnel ein Luftschadstoffgutachten zu erstellen. Nach diesem Gutachten sind weder die Grenzwerte der Feinstaubbelastung mit PM10, noch die mit PM2.5 erreicht, wobei PM2.5 erst ab Januar 2015 gültig wird. Zum Vergleich die Werte aus dem Bundesland Salzburg, dessen Talkessel als die größte Dreckschleuder nach Wien bezeichnet wird.

Was ist zu tun, wenn der Jahresdurchschnittwert, oder auch die maximale Anzahl Tage für den Höchstwert überschritten ist?

Dann ist ein Aktionsplan einzuleiten, den die Stadt Bad Reichenhall sicher schon in der Tasche hat. Verkehrsbeschränkungen für den Durchgangsverkehr, Umweltzonen usw. Prima, wenn sich jemand findet, der seine Datenreihen zur Verfügung stellt, damit sofort ein Aktionsplan umgesetzt werden kann. Das kann recht fix gehen, nur nicht in Bayern, da sträuben sich die Bezirksregierungen. Aber das wär doch fein, wenn man in Bad Reichenhall eine dauerhafte Messstation hätte, und sofort bei Überschreitung alle Dieselfahrzeuge ausgesperrt werden.

Also unverzüglich klagen, wenn die Werte zu hoch sind. Dann kann man sofort etwas erreichen, nicht erst in 20 Jahren wenn so ein Tunnel eventuell gebaut wird

Die Grenzwerte für PM10 liegen bei 40µg/m³ im Jahresdurchschnitt

Der Höchstwert von 50µg/m³ darf 35 mal im Jahr überschritten werden.

Aber weil es in Bad Reichenhall kein Problem mit Feinstaub gibt, hat das Landesamt für Umwelt in Bayern die Messstellen woanders eingesetzt, dort wo es wichtiger ist.

 

Brandaktuell die Aussage von MdL Roland Richter:

Zwischen 2012 und 2018 wird die Autobahn A8 sechsspurig ausgebaut, in sechs Bauabschnitten, die ersten bei uns im Landkreis, sagte der Abgeordnete im Januar 2009! Dazu auch, dass laut einer IFO-Studie der LKW-Verkehr seit der Jahrtausendwende um 67% zunehmen werde. Er könnte mit dem Verkehrsgutachter Kurzak verwandt sein, der liegt auch öfter um 100% daneben!

Aber die Stadt Bad Reichenhall

geht alle Problempunkte ganz entschlossen an! Die Probleme bei der Einmündung Tumpenstraße waren auf der Bürgerversammlung im Januar 2009 angesprochen. "Die Stadt wird am Ball bleiben, um die Situation zu entschärfen". sagte der OB Dr. Lackner
Anscheinend ist der Ball mit OB woanders hin gelaufen

 

"Ja is der deppert?"

wird man sich unwillkürlich fragen, wenn man den Leserbrief von Gerhard Spranger am 30.03.2013 im Reichenhaller Tagblatt gelesen hat

Dass aus der Vorstandsriege der CSU (Kolodzie und Trebuth) fast jeden Samstag oft recht konfuses Wirrwarr als Leserbrief zum Besten gegeben wird, warum nicht? Dass sich das oft widerspricht, jeglicher Grundlage entbehrt, keinen realen Hintergrund hat, warum nicht? Das ist nicht verwunderlich, Hauptsache man behauptet etwas.
Aber die Aussagen des Herrn Spranger sind dann der absolute Höhepunkt.
"Was den vierstreifigen Ausbau der Loferer Straße betrifft, so ist das auch nicht auf ,,meinem Mist" gewachsen, sondem war eine der ,glorreichen' so genannten Altemativen der Tunnelgegner, wie sie auch im Planfeststellungsverfahren ausführlich beschrieben und untersucht worden sind"

Ja geht's noch? Auf so eine Idee kann doch nur ein krankes Gehirn kommen, oder?

Aber es war kein krankes Gehirn, es war das staatliche Bauamt in Traunstein, das diese Alternative entworfen hat

Wie kommt es dazu?

  • Das Bauamt muss bei solchen Planungen eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen
  • Zu dieser UVP gehört auch ein Variantenvergleich, es muss geprüft werden, ob es nicht bessere Möglichkeiten gibt
  • In solchen Fällen werden Alternativen untersucht, wie man sie auch als "Mondpreise" bei Rabattschlachten bezeichnet
  • Es werden also künstlich aufgeblähte Alternativen untersucht, damit die favorisierte Alternative möglichst gut dasteht
  • Und mit dieser "Mondalternative" ist es sich aber auch nur gerade mal so ausgegangen, dass die Tunnelvariante siegte

Jetzt den Tunnelgegnern vorzuwerfen, diese Alternative käme von ihnen, liegt wieder einmal 100% neben der Wahrheit

Aber gut, wenn man halt so gaaar keine Ahnung hat, was soll man da noch sagen?

Oder doch genügend Informationen und nur politischer Brunnenvergifter?

 

 

"Ja san de deppert?"

 

Würde man womöglich im Nachbarland fragen, wenn dort einer die Seite der Freien Wähler in Reichenhall lesen würde. Gut, das tut im Nachbarland keiner, wenn da einer Märchen hören will, liest er "Liste Martin", oder etwas vergleichbares, das kommt dem am nächsten.

Die FW aus Reichenhall haben da ein fiktives Interview auf der Seite. Laut Duden ist fiktiv so zu umschreiben:
nur angenommen; erdacht, erdichtet, frei erfunden

Und genau so liest sich das!

Nun bleibt es dem Leser überlassen, wie er diese Aussagen wertet, die mit der Wirklichkeit nichts gemein haben. Denn in der Antwort der FW aus Reichenhall auf meinen Kommentar, wird auf die Verkehrsdatenbank in Bayern hingewiesen. Und die Zahlen aus der Verkehrszählung 2010, die dort abrufbar sind, zeigen ein ganz anderes Bild

Die FW Reichenhall haben noch einmal nachgelegt, und die Verkehrszahlen kräftig erhöht. Es sind jetzt einfach mal 50.000 Fahrzeuge auf der B20/21 und der Münchner Allee. Warum nicht 60.000, auf der Autobahn sind ja auch 45.000 unterwegs?
"Die Prognosen für 2025 sagen weiter steigende Verkehrszahlen voraus!" behaupten sie, bleiben aber den Beweis dafür schuldig. Sogar der Verkehrsgutachter schreibt, dass ab 2020 keine weitere Steigerung mehr zu erwarten ist.
Die prognostizierten Zahlen 2025 für die Loferer Straße liegen denn auch etwas niedriger, als er 2010 ermittelt haben will. Dass seine Zahlen öfter um mehr als 100% von der Wirklichkeit nach oben abweichen, sei nur nebenbei erwähnt.

Es sah am Anfang ganz nach einem Herrenabend aus, bei dem man zu fortgeschrittener Stunde, mit viel Mut einfach etwas erfunden hat. Schlimm genug!


Dann kam der Verdacht auf, die FW würde Zahlen manipulieren, falsche Zahlen bewusst veröffentlichen, das wäre noch schlimmer!

Es scheint aber ganz einfach zu sein: Sie wissen nicht wovon sie reden. Sie haben keine Ahnung, wie man diese Verkehrszahlen ausliest und zuordnet. Und wenn die das einfach nicht begreifen, sollte man schon eher Mitleid haben

Aus Reichenhall hat wieder jemand einen Leserbrief verfasst, bezüglich der überbauten Flächen. Dabei wurde auch ein Professor kritisiert, der nicht weiß wie groß Fußballfelder sind. Anders rum wird ein Schuh draus, der Leserbriefschreiber ist noch nicht einmal fähig die Größe eines vorgeschriebenen FIFA-Fußballfeldes zu ermitteln. Dann hätte er sicher geschwiegen. Aber was will man von diesen Leuten schon erwarten, sie verstehen es ja gar nicht.

In so einen Tunnelnachbruch  wie beim Ettendorfer Tunnelbau passiert, passt nicht nur ein Swimmingpool, da passt ein ganzes Haus!
Und das hat man erst jetzt mit den neuesten technischen Errungenschaften gebohrt!
Der Tunnel wurde ca 360 Meter im bergmännischen Vortrieb erstellt, da haben wir in Bayerisch Gmain bei fast 3 km Länge eine große Chance auf 9 versenkte Häuser

Auch in Köln ist ja niemand zu Schaden gekommen, oder? Nun ja es waren ja nur zwei Personen, da erübrigt sich jede Rechnerei meinen die  Freien Wähler in Reichenhall?
Wenn alle Unfallhäufigkeitsstrecken mit einem Toten in zwei Jahren ausgebaut würden, hätten wir hier kein Problem mehr mit dem Kirchholztunnel
Dann wäre das BMVBS auf Jahrzehnte hinaus ausgebucht, finanziell ist es das ja schon lange. Händeringend sucht man für die Isental-Autobahn nach Investoren.

Am Kramertunnel ist Stille eingekehrt, es ist kein Geld mehr vorhanden, bis 2016 ist keine Finanzierung in Sicht, und dann benötigt man das Geld bestimmt um alles wieder einzubetonieren?

In der oberen Stadt in Reichenhall wird es bestimmt nicht ruhig. Denn zu den bisherigen Lärmbelastungen kommen dann die neuen vom Brückenbauwerk und den Einschleifern hinzu! Die Lärmbelastung bleibt vordergründig gleich, weil die Summenwirkung bestehender und neuer Verkehrswege nicht hernagezogen werden kann, wie man im Erläuterungsbericht auf Seite 82 nachlesen kann